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August 2014

Dufttempel im Gewerbepark

German

Ein Unternehmer aus dem Irak baut eine Parfümfabrik im Kleinmachnower Europarc

„Kein Arrangement mit Terroristen“

German

Der Berliner Unternehmer Nasyr Birkholz hat im vergangen Jahr 120 Seecontainer voller deutscher Konsumgüter in den Irak exportiert. Der Tagesspiegel berichtete zuletzt über Birkholz’ eigenes Parfümlabel „BB by Berlin“, den Erfolg seiner Produkte im Irak und sein Bemühen, deutsche Firmen für den irakischen Markt zu begeistern. Der 54-Jährige Bauingenieur, der im Zweistromland geboren wurde und seit dem Studium in Deutschland lebt, schilderte die Situation im Nordirak damals als sehr friedlich und unbedenklich. Spätestens seit der Eroberung der Stadt Mosul durch Anhänger der Terrororganisation IS befindet sich der Nordirak allerdings im Ausnahmezustand. Schiiten, Christen und andere Minderheiten sind auf der Flucht. Internationale Unternehmen ziehen sich zurück. Nasyr Birkholz war noch im Juni im Nordirak, um mit Geschäftspartnern zu verhandeln. Unter anderem besitzt sein Unternehmen dort das Handelsmonopol auf Produkte des Chemiekonzerns Henkel.

 

Herr Birkholz, seit dem Sturz von Saddam Hussein exportieren Sie im großen Stil deutsche Waren in den Irak – vom selbst produzierten Parfüm über Schwarzkopf- Shampoo bis hin zu Baumaschinen. Ist das derzeit noch möglich?

Ja, zum Glück ist das bis jetzt möglich. Ich nutze seit vielen Jahren die kurdische Grenze im Norden zum Import in den Irak. Diese Entscheidung stellt sich jetzt als sehr gut heraus. Denn ich glaube auch, dass dieser Grenzübergang weiter ungefährdet bleibt, weil er für die Türkei von immenser wirtschaftlicher Bedeutung ist.